| Lokalisation: | Hodensack |
| Verhalten: | Meist Zufallsfund |
| Diagnostik: | Körperliche Untersuchung, Ultraschall, Biopsie |
| Behandlung: | Operative Entfernung (Primärtumor) |
| Prognose: | Nach Operation sehr gut |
| Lokalisation: | Hodensack |
| Verhalten: | Meist Zufallsfund |
| Diagnostik: | Körperliche Untersuchung, Ultraschall, Biopsie |
| Behandlung: | Operative Entfernung (Primärtumor) |
| Prognose: | Nach Operation sehr gut |
Die häufigsten Tumoren des Hodens sind Sertolizelltumoren, Leydigzelltumoren und Seminome.
Sertolizelltumoren gehen von Zellen aus, die die Samenkanäle auskleiden und die Spermienbildung unterstützen.
Leydig-Zell-Tumoren stammen von interstitiellen Zellen in der Nähe der Samenkanäle und produzieren Testosteron.
Seminome stammen von Keimzellen in den Samenkanälen.
In den Hoden können sich Tumore aus unterschiedlichen Zelltypen mit jeweils eigenen Eigenschaften entwickeln. Je nach beteiligtem Zelltyp kann sich der Tumor unterschiedlich verhalten (z. B. durch Störung des Hormonhaushalts). Die meisten Hunde mit Hodentumoren sind asymptomatisch und eine Hodenmasse wird als Zufallsbefund entdeckt. Treten klinische Anzeichen auf, sind sie Folge von Metastasen oder eines gestörten Hormonhaushalts.
Nicht deszendierte Hoden haben ein höheres Risiko zu Sertoli-Zelltumoren und Seminomen zu entarten. Die Gesamtprävalenz für Hodentumoren bei intakten Hunden beträgt 7 %.
Diese Tumoren treten am häufigsten bei älteren männlichen Hunden im Alter von etwa 10 Jahren auf. Über 60 % der Tumoren kryptorchider Hoden wurden bei Hunden mittleren Alters (6-10 Jahre) identifiziert.
Ein höheres Risiko für die Entwicklung von Hodentumoren wurde für Afghanen, Boxer, Collies, Malteser, Shelties und Weimaraner im Vergleich zu anderen Hunden berichtet.
Die körperliche Untersuchung intakter Rüden und insbesondere älterer Hunde sollte immer eine Palpation der Hoden auf Raumforderungen und/oder Asymmetrien beinhalten. Wenn der Tierarzt Unregelmäßigkeiten feststellt, kann eine rektale Untersuchung durchgeführt werden, um weitere Auffälligkeiten wie Schwellungen der lokalen Lymphknoten zu erkennen.
Der Tierarzt kann per Ultraschall die Bauchhöhle / den Hoden inspizieren und prüfen, ob ein Hodenhochstand vorliegt. Wenn dies der Fall ist, untersucht der Tierarzt, ob es eine abnormale Form hat und ob vergrößerte Lymphknoten vorhanden sind. Ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktionen von Hodentumoren werden kaum durchgeführt, da sie allenfalls den Verdacht auf eine Neoplasie erhärten können.
Bei Hunden mit klinischen Anzeichen eines Hormonungleichgewichts kann der Tierarzt Blut abnehmen, um ein verändertes Testosteron/Estradiol-Verhältnis festzustellen.
Die Entfernung der Hoden und des Hodensacks wird immer empfohlen, um Hodentumoren zu behandeln. Klinische Anzeichen einer Störung des Hormonhaushaltes verschwinden automatisch innerhalb von 1-3 Monaten nach dem chirurgischen Eingriff. Wenn diese Symptome anhalten, kann dies auf das Vorhandensein von Metastasen hindeuten. Hunde mit einer gestörten Funktion des Knochenmarks aufgrund eines Östrogenüberschusses müssen während und nach dem chirurgischen Eingriff engmaschig auf Komplikationen überwacht werden, die ggf den Einsatz von Blutprodukten und/oder Antibiotika erfordern.
Bei Metastasen kommt eine Chemotherapie oder Bestrahlung in Betracht, deren Wirkung allerdings noch nicht umfassend genug beschrieben ist, um belastbare Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Fakultät für Veterinärmedizin
Merelbeke, Belgien
cardiologie.khd@ugent.be; Gitte.Mampaey@UGent.be
https://www.ugent.be/di/khd/nl/onderzoek/betere-hartscreening-chemo-hond
Fakultät für Veterinärmedizin
Merelbeke, Belgien
simone.janssen@UGent.be
https://www.ugent.be/di/khd/nl/onderzoek/fluorescence-lifetime-imaging-info-dog-owners
Abteilung für Radioonkologie, Vetsuisse-Fakultät, Universität Zürich
Zurich, Schweiz
+41 44 635 81 12
https://www.tierspital.uzh.ch/forschungsprojekte/lattice-oder-sbrt-strahlentherapie-bei-grossen-tumoren/