Rektale Untersuchung
Durch eine rektale Untersuchung kann der Tierarzt ertasten, ob die Prostata eine normale Form hat. Prostatatumoren können eine unregelmäßige Form der Prostata verursachen. Abnormal vergrößerte Lymphknoten können durch rektale Untersuchung oder möglicherweise durch Palpation der Bauchhöhle festgestellt werden.
Blut Analyse
Bluttests können Anämie, einen Überschuss an weißen Blutkörperchen, Kalzium und Anzeichen von Knochenschäden anzeigen.
Urin Analyse
Durch die Urinanalyse kann der Tierarzt abnorme Zellen sowie Hinweise auf eine Infektion erkennen.
Ein positiver BRAF-Mutationstest bestätigt das Vorliegen eines Übergangszell- oder Prostatakarzinoms. Wenn in der Probe keine BRAF-Mutation nachgewiesen wird, kann dies daran liegen, dass (1) kein Krebs vorliegt, (2) ein Tumor vorhanden ist, dieser jedoch nicht durch die BRAF-Genmutation verursacht wird, (3) die Urinprobe dies nicht tut enthalten mutierte Zellen, obwohl ein Karzinom vorliegt.
Bildgebung
Durch Röntgenaufnahmen der Lunge (mit verschiedenen Ebenen) lassen sich (bei ausreichender Größe) Lungenmetastasen, Lymphknotenvergrößerung auf Höhe des Brustbeins oder in seltenen Fällen Knochenmetastasen in Rippen und Schulter erkennen. Röntgenbilder des Bauchraums können eine vergrößerte Prostata, vergrößerte Lymphknoten und/oder Anomalien in den umgebenden Knochen zeigen.
Kontrastmittel in der Harnröhre könnte auch zur Beurteilung von Unregelmäßigkeiten in der Prostata eingesetzt werden (allerdings kann diese Technik nicht zwischen einer Entzündung oder einem tumorösen Prozess unterscheiden).
Eine Knochenszintigraphie kann eingesetzt werden, um mögliche Knochenmetastasen zu bestimmen.
Ein Ultraschall des Bauchraums kann zur weiteren Beurteilung der Prostata, sowie der Harnröhre, Blase, lokaler Lymphknoten und anderer Organe in der Bauchhöhle sinnvoll sein.
Zytologie
Die Entnahme von Gewebeproben ist der Goldstandard für die Diagnose von Prostatatumoren. Aber auch durch das Gewinnen von Zellen und deren anschließende Untersuchung (Zytologie) kann eine sichere Diagnose gestellt werden.
Eine zytologische Probe kann auf verschiedene Weise gewonnen werden, einschließlich Ejakulation, Einführen eines Katheters, der Zellen abkratzt, Massage der Prostata, ultraschallgestützte Aspiration von Zellen, Abklatschpräparate, die während einer Operation gewonnen werden. Bei einer Entnahme durch die Haut besteht die Gefahr, dass dies zu Blutungen führt. Zudem kann es zu Metastasen entlang des Stichkanals kommen. Bei Prostatatumoren ist es nicht erforderlich, eine Gewebeprobe zu entnehmen, um den Grad des Tumors zu bestimmen, da der Einfluss des Grads auf die Prognose unklar ist.