| Lokalisation: | Blutgefäße in der Haut |
| Verhalten: | Abhängig vom Tumorstadium |
| Diagnostik: | Histologie |
| Behandlung: | Operation und Chemotherapie |
| Prognose: | Abhängig vom klinischen Stadium |
| Lokalisation: | Blutgefäße in der Haut |
| Verhalten: | Abhängig vom Tumorstadium |
| Diagnostik: | Histologie |
| Behandlung: | Operation und Chemotherapie |
| Prognose: | Abhängig vom klinischen Stadium |
Dieser Tumortyp befindet sich in der Haut oder im Unterhautgewebe (insbesondere in den heller behaarten Bereichen oder der pigmentarmen Haut am Bauch oder der Vorhaut).
Hämangiosarkome sind Tumoren, die von Blutgefäßen ausgehen. Der Tumor besteht aus Zellen, die die Blutgefäße auskleiden und sich zu Krebszellen entwickelt haben. Dieser Tumor kann kutan oder subkutan sein, kann aber auch in Organen wie dem Herzen, der Milz und der Leber gefunden werden. Hämangiosarkome verhalten sich je nach Lokalisation unterschiedlich (mehr oder weniger bösartig). Der größte Unterschied besteht zwischen (sub)kutanen und anderen Lokalisationen. Daher wird dieser Tumortyp nach seiner Lokalisation diskutiert. Im Allgemeinen haben kleine Tumoren und solche, die in der Haut gut abgrenzbar sind, eine bessere Prognose als die anderen Tumorformen. Hämangiosarkome machen 2 % aller Tumoren bei Hunden aus.
Ein höheres Risiko für die Entwicklung dieses Tumortyps wurde für Border Collies, Dalmatiner, Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Ungarische Drahthaar-Vizsla, Labrador Retriever, Dackel und Windhunde im Vergleich zu anderen Rassen berichtet.
Oberflächliche Tumoren verhalten sich weniger aggressiv als solche, die in das Unterhautgewebe und die Muskulatur eindringen. Die Tumoren im Stadium II und III sind typischerweise groß, schlecht definiert und sehen aus wie eine Prellung.
Eine Biopsie (Histopathologie) ist für die Diagnose unbedingt erforderlich. Die Beurteilung des Tumorstadiums erfolgt anhand der Tumortiefe (Stadium I: Dermis, Stadium II: Unterhautgewebe, Stadium III: Erreichen des Muskels). Zur Beurteilung des Vorliegens von Metastasen werden eine Blutanalyse und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs empfohlen.
Eine große chirurgische Exzision und eine ergänzende Chemotherapie werden empfohlen. Eine Chemotherapie kann die Größe des Tumors verringern und auf diese Weise eine chirurgische Exzision ermöglichen (diese Option kann erforderlich sein, wenn Tumore für eine chirurgische Exzision zu groß sind). Bei der operativen Entfernung eines Tumors reichen in der Regel Ränder (Raum um den Tumor) von 1-2 cm aus.
Hämangiosarkom der Haut im Stadium I: Eine vollständige chirurgische Exzision ist bei 78% der Hunde möglich. In 30% der Fälle sind Metastasen vorhanden (beschränkt auf die Haut in einem gewissen Abstand vom Primärtumor). Die Überlebenszeit beträgt durchschnittlich 780 Tage.
In den Stadien II und III können 23% der Tumoren komplett exzidiert werden, da diese Tumoren größer und weniger gut definiert sind (= schwerer vom umgebenden Gewebe zu unterscheiden). Ab den Stadien II und III metastasieren 60% in die Lunge, in die lokalen Lymphknoten und entferntere Hautpartien. Die Überlebenszeit dieser Hunde beträgt zwischen 172-307 Tage. Bei gründlicher lokaler Behandlung der Stadien II und III (Operation mit ggf. ergänzender Strahlentherapie) kann eine ergänzende Chemotherapie zu einer signifikanten Überlebensverlängerung führen (für subkutane Hämangiosarkome 1189 Tage; für intramuskuläre Hämangiosarkome 273 Tage).
Je stärker der Tumor in das Unterhautgewebe eindringt, desto schlechter ist die Prognose.
Bei subkutanen oder intramuskulären Hämangiosarkomen kommt es in mehr als 20 % der Fälle zu lokalen Rezidiven und in 42–75 % der Fälle zu Metastasen. Die mittlere Überlebenszeit nach einer Behandlung mit Operation und Chemotherapie beträgt etwa 1–1,5 Jahre. Wenn die Behandlung auf eine Operation beschränkt ist, liegt die mittlere Überlebenszeit zwischen 172 und 307 Tagen. Bei alleiniger Chemotherapie beträgt die mittlere Überlebenszeit etwa 133 Tage. Bei der palliativen Strahlentherapie beträgt die mittlere Überlebenszeit etwa 90 Tage.
Fakultät für Veterinärmedizin
Merelbeke, Belgien
cardiologie.khd@ugent.be; Gitte.Mampaey@UGent.be
https://www.ugent.be/di/khd/nl/onderzoek/betere-hartscreening-chemo-hond
Fakultät für Veterinärmedizin
Merelbeke, Belgien
simone.janssen@UGent.be
https://www.ugent.be/di/khd/nl/onderzoek/fluorescence-lifetime-imaging-info-dog-owners
Abteilung für Radioonkologie, Vetsuisse-Fakultät, Universität Zürich
Zurich, Schweiz
+41 44 635 81 12
https://www.tierspital.uzh.ch/forschungsprojekte/lattice-oder-sbrt-strahlentherapie-bei-grossen-tumoren/