Die Elektrochemotherapie ist ein Behandlungsansatz, der eine wesentlich höhere lokale Dosierung von Chemotherapeutika im Tumor ermöglicht. Bei dieser Behandlung können die Tumoren lokal mit einem bestimmten Chemotherapeutikum (Carboplatin oder Bleomycin) injiziert werden, oder das Chemotherapeutikum wird intravenös verabreicht. Normalerweise sind diese Chemomoleküle nicht in der Lage, die Membran einer Tumorzelle zu überwinden. Deshalb wird eine Sonde auf oder im Tumor platziert, die einen vorübergehenden lokalen elektrischen Strom erzeugt. Durch diesen elektrischen Impuls wird die Membran der Tumorzelle vorübergehend durchlässig. Dadurch gelangt eine hohe Dosis von Chemomolekülen in die Zelle, was unweigerlich zu ihrem Absterben führt. Diese Technik ist sehr zeitaufwendig und erfordert in der Regel 2 Sitzungen im Abstand von 1-2 Wochen. Die Stärke des evozierten elektrischen Impulses ist vergleichbar mit einem elektrischen Viehzaun.Das Verfahren findet nur unter Narkose statt.
Die Elektrochemotherapie kann bei schwer zu entfernenden Hauttumoren wie Mastzelltumoren, Plattenepithelkarzinomen und Melanomen eingesetzt werden.
Wo ist die tierärztliche Elektrochemotherapie verfügbar? (Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)